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Strand-Etappe

Von Gammelmark nach Høruphav

Start: Gammelmark
Ziel Høruphav
Längde der Etappe 19,2 km.
Schwierigkeitsgrad Leicht
Strandetape DE kurve 2018
Schleife und Ausflügee Dybbøler Schanzen, Sehenswürdigkeiten etc. in Sønderborg, Hjertestien, Brudgomskobler und Grabhügel im Wald Sønderskov, Trillen, Grabhügel im „Lambjerg Indtægt“ (Wald).

Nutzen Sie den Menüpunkt „Karte“ und „Praktische Informationen“ um weitere Informationen bezüglich u.a. Transport, Übernachtung und Einkaufsmöglichkeiten zu erhalten.

Etappenbeschreibung
Von Gammelmark aus folgen Sie dem Strand bis nach Vemmingbund. Bei Hochwasser und im Winter ist es jedoch ratsam, den Weg von Gammelmark aus zu nehmen und nach rechts in Richtung Vemmingbund abzubiegen.

Von Vemmingbund aus führt der Gendarmenpfad hoch entlang vieler Böschungen bei Dybbøl. Der Pfad führt am schönen Viemose (Moor) vorbei und führt bis in die Stadt Sønderborg hinein. Das Gebiet ist Eigentum von „Naturstyrelsen“ (der Naturbehörde).

Wenn Sie einen kleinen Abstecher vom Gendarmenpfad machen möchten, können Sie bei der Schanze 1 den Feldweg hinauf zum Geschichtszentrum und der Mühle von Dybbøl nehmen. Hier verläuft ein Wegesystem zwischen allen Schanzen um ganz Dybbøl herum und den ganzen Weg bis hin zum Aabenraavej. Es verläuft auch eine gelbe Laufroute zusammen mit dem Gendarmenpfad bis hin zu den Düppeler Schanzen, wonach diese in die Richtung der „Sundeved Haveforening“ weiterführt.

Der Gendarmenpfad verläuft entlang des Wassers durch die Stadt Sønderborg, über die Christian X.-Brücke und entlang der Hafenpromenade bis zum Schloss von Sønderborg. Hiernach geht die Route weiter durch den Schlosspark und entlang der schönen Strandpromenade zum Strandbad „Vikingerklub“. Auf dem Weg haben Sie Aussicht hinüber zum Broagerland und in der Ferne können Sie bis nach Deutschland blicken.

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An der Hafenpromenade finden Sie auch einen Abstecher zum Hjertepfad (Herzpfad), der durch den Mølledamm, Kongevejspark, Ringreiterplatz und den kleinen Kurhuswald führt. Der Herzpfad ist mit Markierungen des Herzpfades markiert.

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Vom „Vikingerklub“ aus geht der Gendarmenpfad entlang der Böschung im Kurhuswald. Hier kommen Sie vorbei an der Einfahrt zum Jachthafen von Sønderborg und der Pfad setzt nun auf einem Kiesweg fort, der weiter bis zum Badestrand „Den sorte strand“ und der alten Schießbahn führt.

Von der Schießbahn gehen Sie am Wasser entlang hinein in den Sønderskov zur „Fiskehytte“ (Fischerhütte). Hier verlassen sowohl Sie als auch der Gendarmenpfad das Wasser und folgen den Waldwegen bis zum Waldrand. Hier geht der Pfad wieder zurück zum Wasser und Sie können entlang des Wassers nach Lambjerglund wandern. Hier führt die Route Sie zuerst auf ein kleines Stück Asphalt, bevor Sie quer über einen Kiesweg in den Lambjerg Indtægt (Wald) hinein gehen. Bei gutem Wetter und Niedrigwasser, können Sie den Gendarmenpfad verlassen und eine Tour um Trillen entlang des Wassers machen.

Im Landbjerg Indtægt führt der Gendarmenpfad über in einen Waldweg, der einen Bogen um einen Steindolmen macht. Zu einem Zeitpunkt folgt der Pfad dem alten Erdwall, der früher die Tiere daran hinderte den Wald zu verlassen.

Zum Schluss führt der Gendarmenpfad hinunter zum Wasser und aus dem Wald hinaus, wonach Sie dem Jachthafen bis hin zum alten Gendarmenschuppen folgen.

Hier endet der Teil der Gendarmenpfad der als Europäischer Qualitätswanderweg zertifiziert ist – es ist aber möglich auf die nicht zertifizierte Route von Høruphav bis zum Skovby fortzusetzen, dieser Teil hat die gleiche Beschilderung und es wird erwartet das dieser Teil die Zertifizierung im Jahre 2018 erhält. 

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Natur

Besuchen Sie das Konzert der Frösche und die einzigartige Natur von Trillen

Froschkonzerte
Die meisten Monumente auf der Strecke sind von Menschen erschaffen worden – aber Vemmingbund wurde durch die enormen Wanderungen von schmelzenden Eismassen geschaffen. Der schöne Sandstrand hat durch die Zeit viele Badegäste angezogen und auf der ganzen Strecke liegen die Sommerhäuser wie Perlen an einer Kette.

Im April, Mai und Juni veranstalten die Frösche Balzkonzerte auf den nahegelegenen Feldern und bei Wasserlöchern. Bei Dybbøl können Sie sowohl Kreuzkröten, Europäische Laubfrösche sowie Teichfrösche beobachten. Die Kreuzkröte gibt auch bei Gammelmark Konzerte, während der Europäische Laubfrosch gerne im Wald Sønderskov auf der Insel Als auftritt.

Die Kreuzkröte
Die Kreuzkröte ist klein und gedrungen und wird 4-8 cm lang. Sie hat einen grauen oder bräunlichen Rücken mit einem deutlichen gelben Streifen. Weil sie recht kurze Hinterbeine hat, läuft die Kreuzkröte mehr als das sie springt. Ihr Quaken hört sich wie eine Zikade oder ein Kamm an – ein schnell wiederholter, schnurrender Laut.

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Der Europäische Laubfrosch
Der kleine grüne Frosch ist Dänemarks kleinster und hat seinen Namen bekommen, weil er als einziger Frosch häufig in Bäumen sitzt. In der Dämmerung quakt er kurz und schnell hintereinander. Bei warmem Wetter kann der Laubfrosch fast gelb, bei niedrigeren Temperaturen etwas dunkler werden.

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Der Teichfrosch
Der Teichfrosch kann bis zu 10 cm lang werden und hat lange muskulöse Hinterbeine. Er ist grün und hat häufig schwarzbraune Flecken, die ihn gut tarnen. Der Bauch ist weiβlich bis grau mit dunkler Marmorierung. Der Teichfrosch macht kurze Quaklaute bis hin zu Salven, die sich fast wie ein Maschinengewehr anhören.

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Ökologie auf den Düppeler Schanzen
Versuchsweise hat Naturstyrelsen (Naturbehörde) in Zusammenarbeit mit der Landboforening Landbo Syd eine ökologische Landwirtschaft auf den Düppeler Schanzen angelegt. Auf den historischen Äckern untersucht man, ob es möglich ist, altes Getreide wie z.B. Dinkel, Einkorn und Zweikorn anzubauen. An jedem Acker kann man ein Schild mit der jeweiligen Getreideart sehen, die dort angebaut wird.

Die Hänge der Düppeler Schanzen (plastischer Ton)
Geologisch betrachtet bestehen die Düppeler Schanzen aus plastischem Ton, der ab und zu ein Abrutschen an der Küste verursacht. An den Abhängen und an den abgerutschten Massen ist mit der Zeit ein undurchdringliches Gestrüpp entstanden. Das Gebiet besteht ohne menschliche Eingriffe als unberührte Natur und ist Lebensraum für viele verschiedene Pflanzen und Tiere. Dies ist auch der Grund, wieso der Gendarmenpfad ab und zu dichter ins Land gerückt werden muss, wenn wieder ein weiterer Teil abrutscht ist.

Der gelbe Strand ist Sønderborgs alter Jachthafen
Der gelbe Badestrand ist natürlich entstanden. Früher lag der Jachthafen am Ende des Strandes beim Schloss. Der neue Strand entstand durch Ablagerungen entlang der alten Mole am Hafen.

Poseidons Steinriff
Steinriffe in flachen Gewässern sind zu einer seltenen Naturtype in Dänemark geworden. Massive Ausnutzung in Form von Steinfischerei für Molen in Häfen, Küstenanlagen und andere Bebauungen haben über viele Jahre hinweg die Ausbreitung von Löcher bildenden Steinriffen reduziert.

Jedoch wurde jetzt etwas dagegen unternommen und auf dem Mittelgrund in der Bucht von Sønderborg hat man jetzt ein neues Steinriff angelegt, das Lebensraum für Fische bieten soll. Somit erhält die Bucht von Sønderborg ein reichhaltigeres und zahlreicheres Fischvorkommen zum Nutzen für das Vogelleben und das Freizeitangeln.

Das Riff liegt in 6 Metern Tiefe und besteht aus zwei großen Riffen mit je 120 Meter Länge und 10 kleineren Riffen.

Der Wald Sønderskov (Grabhügel)
Der süd-östliche Teil des Sønderskov Waldes und die umliegenden Felder sind eines der höchsten Gebiete auf der Insel Als. Im südlichen und östlichen Teil des Waldes gibt es mehr als 40 Grabhügel. Mit 3-4 Metern gehört die Gruppe „Helshøje“ zu den höchsten Grabhügeln. An anderen Stellen des Waldes gibt es kleinere Grabhügel – von ganz kleinen bis zu welchen mit 2-3 Metern Höhe. Nur ein einziger Grabhügel „Rævehøj” misst 6,5 Meter.

Fredsmaj (ein Vogelparadis)
Der See ist ein mit Schilf umkranzter Flachwassersee im Laubwald. Dieser stellt heute ein wertvolles Feuchtgebiet mit einer offenen Wasserfläche und einen wichtigen Brut- und Ausruhort für Vögel dar. Bei Fredsmaj gibt es einen Vogelturm, von wo aus man viele Vogelarten beobachten kann.

Einzigartiges Naturgebiet Trillen
Kurz vor Høruphav kommt man zum Naturgebiet Trillen. Ursprünglich bestand das Gebiet aus den Inseln Store und Lille Trille, die später durch Sandablagerungen zusammenwuchsen. So entstand der wunderbare See in der Mitte, der Vælddam, heute ein Feuchtgebiet mit einer großen Vogelartenvielfalt. Bei Hochwasser kann Meerwasser hineinflieβen und den See mit Salzwasser füllen. Wenn das Wasser verdampft, bleibt das Salz zurück. Daher ist der See sehr salzhaltig und der Bewuchs besteht aus Pflanzen, die das salzhaltige Wasser vertragen.

Auf beiden ehemaligen Inseln hat man Spuren aus der Steinzeit gefunden, und man nimmt an, dass die Menschen in dieser Zeit im Sommer auf die Inseln kamen, um dort zu jagen und fischen. Vielleicht finden Sie Reste von Steinwerkzeugen am Ufer?

Die Kommune Sønderborg hat u.a. im Naturgebiet Trillen Nistkästen aufgehängt, damit Gänsesäger Brutmöglichkeiten haben.

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Geschichte

Die Strand-Etappe des Gendarmenpfades bietet den Rahmen für einige der blutigsten und epochenmachenden Begebenheiten in der Geschichte Dänemarks.

In Schussweite des Krieges 1864
Auf der Strand-Etappe können Sie zu den Düppeler Schanzen hinüberblicken, die am 18. April 1864 Schauplatz für die Schlacht um Dybbøl waren. Die Schlacht war für Dänemark katastrophal. Das preußische Heer war in jeder Lage überlegen und die Sturheit der dänischen Regierung machte alles bloß noch schlimmer. Der Hintergrund für den Krieg war das sehr komplizierte Verhältnis zwischen dem Königreich Dänemark und den Herzogtümern. Der englische Außenminister Palmerston soll versucht haben, Königin Victoria den Konflikt folgendermaßen zu erklären: „Es gibt nur drei Menschen, die das schleswig-holsteinische Problem verstehen. Der erste ist der Herzog von Augustenborg, aber er ist tot, der zweite ist ein deutscher Professor, aber er ist deswegen geisteskrank geworden, und der Dritte bin ich – und ich habe alles darüber vergessen“.

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Über Jahrhunderte waren die Herzogtümer Schleswig und Holstein Schmelztiegel internationaler und inländischer Interessen. Der Krieg in 1864 wurde so die Kulmination einer langen Reihe von europäischen Machtspielen, die mit dänischen politischen Verwicklungen kollidierten.

Die Schlacht bei Dybbøl am 18. April 1864
Nachdem der Deutsche Bund Ende 1863 Dänemark den Krieg erklärt hatte und Truppen in die Herzogtümer schickte, gab das dänische Heer seine Stellungen beim Danewerk auf und zog sich in die Schanzen von Dybbøl zurück. Die Schanzen waren überhaupt nicht für den Kampf vorbereitet, als die preußischen Truppen im März 1864 die weitreichenden Hinterladerkanonen bei Gammelmark auf der Halbinsel Broagerland aufstellten. Vom 2. bis zum 17. April prasselten die Granaten der Preußen auf die Schanzen bei Dybbøl. Die Regierung wies den Antrag des dänischen Generalstabs auf Rückzug ab. Man meinte, dass Dänemark bei den kommenden Friedensverhandlungen besser dastehen würde, wenn die Soldaten ihren Mut auf dem Schlachtfeld bewiesen hätten. Der Preis war sehr hoch.

Am 18. April um 4 Uhr morgens begannen die Preußen mit einem massiven Bombardement. Um 10 Uhr war die südlichste Schanze vollkommen zerbombt, und die Preußen begannen mit ihrem Sturm. Eine dänische Stellung nach der anderen fiel, und um 14 Uhr war die Schlacht verloren. Der Rest der dänischen Truppen zog sich auf die Insel Als zurück, wo man mehr als zwei Monate auf die endgültige Schlacht warten musste. Am 29. Juni nahmen die Preußen die Insel ein, und die dänische Regierung bat um einen Waffenstillstand. Bei den Friedensverhandlungen in Wien im Herbst 1864 musste Dänemark die Herzogtümer bedingungslos abtreten. Die Größe des Landes wurde um zwei Fünftel reduziert, und die Einwohnerzahl ging von 2,6 auf 1,6 Mio. Menschen zurück.

Verluste am 18. April 1864: Preußen - 1.201 Tote und Verwundete. Dänen - 1.669 Tote und Verwundete sowie 3131 Gefangene oder Deserteure.

Der Hafen spiegelt die Geschichte der Stadt wieder
Wenn man die Brücke überquert, hat man einen fantastischen Blick über den Hafen von Sønderborg – und bekommt gleichzeitig einen schnellen Überblick über die Geschichte der Stadt. Vom jahrhundertealten Schloss ganz rechts, weiter nach links zur idyllischen Hafenpromenade bis zur Kaserne, die Anfang des letzten Jahrhunderts, als das Gebiet deutsch war, gebaut wurde. Aber es wird auch deutlich, dass Sønderborg sich jetzt auf dem Weg in die Moderne befindet. Auf der Festlandseite liegt das Alsion, in dem mehrere Unternehmen zu Hause sind, ein Konzertsaal und eine Abteilung der Süddänischen Universität, die mehr ausländische Studierende ausbildet als irgendeine andere Universität in Dänemark.

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Sønderborg möchte zur ”Weltkarte” dazugehören und deswegen wurde der weltbekannte Architekt Frank Gehry damit beauftragt, einen Teil des Hafengebietes zu gestalten – vom Industriehafen bis zum kulturellen Herzen mit einer Vielzahl von Leben, einem rekreativen Gebiet und spannender Architektur.

„Die christliche Seite“
Früher musste man Brückengeld bezahlen, wenn man die Brücke zwischen dem Festland und der Insel Als überqueren wollte. Sonntags war es jedoch gratis, damit die Kirchgänger zum Gottesdienst in die Marienkirche kommen konnten. Das führte zu einer wahren Völkerwanderung vom Festland und ältere Inselbewohner nennen noch heute die Festlandseite die „christliche Seite“. Dies ist jedoch ironisch gemeint, denn die meisten nutzten die Gelegenheit zum Besuch bei der Familie – und die Wirtshäuser waren auch am Sonntag geöffnet.

Die Marinestation in Sønderborg
Das Kasernengebäude war einst Stützpunkt der deutschen Kaiserlichen Marine und hieß „Schiffsartillerieschule Sonderburg“, eingeweiht am 6. April 1907. Die vielen Soldaten haben die Stadt geprägt. 1910 waren hier etwa 2.000 Personen stationiert, was einem Viertel der zivilen Bevölkerung entsprach. Es wurden Wohnungen für die Offiziersfamilien gebaut und Schulen für deren Kinder. Viele dieser Gebäude stehen auch heute noch.

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Das Erbe der Weltkriege
Auf dem Spaziergang durch Sønderborg kommt man an mehreren Spuren der Weltkriege vorbei. Vorbei an Gebäuden, die während des Krieges von Bedeutung waren – und an Gedenksteinen für Gefallene.

Die indirekteren Spuren zeigen, wie man in der Zeit nach der Volksabstimmung versuchte, nach vielen Jahren deutscher Herrschaft das Dänentum „wiederherzustellen“. Überall in Südjütland wurden auf lokale Initiativen hin Heimvolkshochschulen errichtet, die den jungen Generationen etwas über dänische Kultur und Sprache beibringen sollten.

Idrætshøjskolen
Bei der Einweihung 1952 war diese Heimvolkshochschule in Sønderborg die erste in Dänemark mit Sport als Schwerpunkt. Das Gebäude wurde vom Architekten Thyge Hvass entworfen und mit viel Kunst geschmückt. Der Königshof ist mit Skulpturen von Athleten und der Königinnengarten mit Mosaiken geschmückt.

Der Bau der Schule war nicht nur Ausdruck der allgemeinen Absicht, junge Leute bilden und ausbilden zu wollen, sondern auch Ausdruck der damaligen Gedanken, dass Sport zur Bildung von starken Gemeinschaften beiträgt und so die Jugend einigt und stärkt.

„ Ich grüße die Jugend, deren Kraft und Gesundheit das Fundament der Zukunft des Volkes sind.“ König Frederik IX. zur Einweihung der Idrætshøjskolen in Sønderborg, 1952.

Die Versuchsstation bei Hørup Klint
Als Teil der Waffenverstärkung errichtete das deutsche Kaiserreich 1906 eine Station in Høruphav, die während des 1. Weltkriegs als Torpedo-Einschießstation verwendet wurde. Zwischen den Kriegen lebten hier Obdachlose. Während des 2. Weltkriegs richtete die deutsche Besatzungsmacht hier eine Versuchsstation für die deutsche Kriegsmarine ein. Das gesamte Gebiet war durch Landminen, Stacheldraht und elektrische Zäune abgeriegelt. Am Hafen von Sønderborg war ein Schild aufgestellt, dass jegliches Fotografieren oder Malen verbot. Es wurde viel über die Aktivitäten in der Versuchsstation spekuliert. Ob man dort die gefürchteten Vergeltungs-Waffen entwickelte? Heute weiß man, dass dies nicht der Fall war. Man experimentierte dort mit Radar und Infrarotausrüstung, um die Radarnavigationssysteme der Bomber der Alliierten zu stören und die Funkortung deutscher U-Boote zu verhindern.

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Sehenswürdigkeiten

In den Spuren nach 1864 wandern

Kriegsgräber an der Kirche zu Broager
Bei Vemmingbund können Sie leicht zur Kirche von Broager gelangen. Die Soldaten des Deutschen Bundes sollen während der Bombardierung von Dybbøl 1864 einen Aussichtsposten auf einer Fußgängerbrücke zwischen den Turmspitzen gehabt haben. Es ist ein langlebiger Mythos, dass sie von hier aus die Einschläge der Granaten beobachten und neue Koordinaten für die Kanonenstellungen geben konnten. Es war viel mehr ein optischer Telegraf zwischen Broager und Schersberg in Nordangeln. Auf dem Friedhof können Sie deutsche und dänische Kriegsgräber von 1864 und dem 1. Weltkrieg finden.

Das Geschichtszentrum 1864
Oben auf der Anhöhe Dybbøl Banke liegt das Geschichtszentrum. Dort kann man alles über die Schlacht bei Dybbøl erfahren.

Historiecenteret Dybbøl Banke
Dybbøl Banke 16
6400 Sønderborg
http://1864.dk/

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Dybbøl Mølle
Heute ist die Mühle Dybbøl Mølle gekalkt und neu restauriert, aber nach den Kriegen im 19. Jh. lag sie mehrmals in Ruinen. Die Mühle wurde jedoch immer wieder aufgebaut, und für viele Dänen ist sie ein nationales Symbol für Dänemarks starken Verteidigungswillen.

Dybbøl Mølle
Dybbøl Banke 7
6400 Sønderborg
http://1864.dk/dybboel-moelle/

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Überbleibsel von Granaten
Sønderborg wurde bei der Bombardierung 1864 schlimm getroffen, und in der Mauer an dem Haus, in dem Haus auf Rådhustorvet 7, wo heute die Gewerbeservice der Kommune sich befindet, sitzen noch heute Reste einer Granate.

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Ringridermuseet
Im Ringreitermuseum in Sønderborg kann man während der Sommermonate mehr über die stolzen Ringreitertraditionen erfahren.

Ringridermuseet
Kirkegade 8
6400 Sønderborg

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Schloss Sønderborg
Das Schloss Sønderborg wurde wahrscheinlich um das Jahr 1200 als Teil der Verteidigung gegen die Wenden errichtet. Im Laufe des Mittelalters entwickelte das Schloss sich zu einer der stärksten Burgen des Landes, und 1571 ging es in den Besitz von Herzog Hans, dem Jüngeren, über.

Hertug Hans den Yngre cut
Als Sohn von Christian III. und Königin Dorothea war er auch ein richtiger Renaissancefürst. Unter ihm wurde das Schloss Zentrum in einem blühenden kleinen Herzogtum, das neben Sønderborg auch eine Reihe anderer Besitztümer umfasste. In der Schlosskirche, Kapelle der Königin Dorothea, hängt ein Gemälde mit dem Herzog auf einem Grabmonument gemeinsam mit seiner ersten Frau und 14 seiner insgesamt 23 Kinder. Die Schlosskirche ist einer der ältesten Renaissanceräume des Nordens, nach Martin Luthers Anweisungen für lutherische Fürstenkirchen eingerichtet. Im 19. Jahrhundert während der Deutsch-Dänischen Kriege wurde das Schloss als Lazarett verwendet und 1867-1919 als preußische Kaserne.

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Nach der Volksabstimmung 1920 wurde Schloss Sønderborg vom dänischen Staat gekauft. Heute befindet sich hier ein Museum für die Geschichte von Südjütland vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart.

Sønderborg Slot       
Sønderbro 1
6400 Sønderborg
http://www.museum-sonderjylland.dk/sonderborg.html

Auf einem Spaziergang durch die Stadt findet man Gebäude im Jugendstil
Um das Jahr 1900 war der Baustil in großen Teilen Europas vom Jugendstil geprägt. In Dänemark war man jedoch diesbezüglich etwas zurückhaltend. Daher findet man Jugendstilarchitektur fast nur in Südjütland, das zu dieser Zeit deutsch war. Überall in Sønderborg findet man Gebäude im Jugendstil mit wunderschönen Fassaden.

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Der Schieβübungsplatz Skydestrand bei Sønderborg
Heute sieht es hier friedlich aus, aber während des 2. Weltkriegs war das Gebiet für die Öffentlichkeit unzugänglich und wurde von der Besatzungsmacht als Schieβübungsplatz genutzt. Zwischen dem 11. und 14. Mai 1945 fand man hier die vergrabenen Leichen von fünf dänischen Widerstandskämpfern, und später wurde ihnen zu Ehren ein Gedenkstein aufgestellt.

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Sagen und Mythen

Eine königliche Mythe, eine selbstständige Republik und Hexen, die sich in Hasen verwandeln können

War die Insel Als eine Republik?
Es gibt einen beliebten Mythos, dass die Insel Als ab dem 6. November 1918 für 70 Stunden eine selbstständige Republik war. Heute weiß man, dass die „Selbstständigkeit“ eher auf Missverständnisse zurückzuführen ist. Als das deutsche Kaiserreich 1918 zerbrach, brach in Deutschland eine Revolution aus, und alle nordschleswigschen Städte bekamen einen eigenen Soldatenrat. In Sønderborg wurde dieser vom ehemaligen Schneidergesellen Bruno Topff geleitet, der seitdem „Präsident von Alsen“ genannt wird – aber es gibt keine Beweise dafür, dass er die Absicht hatte, eine selbstständigen Republik auszurufen. Es ist weitaus wahrscheinlicher, dass er versuchte, die Insel zu einem Teil der Republik Deutschland zu machen. Aber der Mythos besteht.

Christian II. und der runde Tisch
1532 wurde Christian II. fürstlicher Gefangener im Schloss Sønderborg, wo er über Gemächer verfügte und hervorragend verpflegt wurde. Während der 17 Jahre dauernden Gefangenschaft entstanden Gerüchte, dass er unter schrecklichen Umständen in einem kleinen Gefängnisraum lebe. Daraus wurde der Mythos, dass der König aus Frustration und Langeweile immer wieder um einen runden Steintisch gegangen und durch seinen Daumenabdruck eine tiefe Furche im Tisch entstanden sein soll. Noch vorhandene Abrechnungen über die Gefangenschaft des Königs zeigen jedoch ein vollkommen anderes Bild, aber Mythen sind zäh – nicht zuletzt aufgrund Carl Blochs bekanntem Gemälde aus dem Jahr 1871, das in vielen Schulbüchern abgedruckt wurde. 2008 wurde am Hafen in Sønderborg eine Skulptur aufgestellt, die den runden Tisch darstellt und zu Recht „Der Mythos“ heiβt.

Hexen und Hasen
In alten Zeiten gab es viele Geschichten über Aberglauben, Spuk und Hexen in der Gemeinde Hørup. In der Gemeinde gab es Hexen, die sich in Hasen verwandeln konnten, und einen solchen Hasen konnte man nicht mit normalem Schrot schießen. Stattdessen musste man einen der Silberknöpfe verwenden, die die Männer damals an der Sonntagskleidung trugen. Eines Tages wurde ein Hase mit einem solchen Silberknopf ins Bein getroffen und am nächsten Morgen war eine alte Frau in einem Bein gelähmt. Für die Dorfbewohner bestand kein Zweifel, die alte Frau war eine Hexe, die am Tag zuvor in Hasen-Verkleidung angeschossen worden war.

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De Syv Søstre
Im Naturgebiet Trillen stehen sechs typische Schwarzkiefern, die mehr als 100 Jahre alt sind. Ursprünglich waren es sieben Bäume, die  „De Syv Søstre“ (Die Sieben Schwestern) genannt wurden, aber heute gibt es nur noch sechs „Schwestern“.

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Aktivitäten

Kommen Sie ganz nahe an die Geschichte heran, mit zum mittelalterlichen Ringreiten – oder halten Sie ein Auge auf einen sehr alten Wurm…

Erleben Sie Ringreiten in Sønderborg am 2. Wochenende im Juli – oder kommen Sie zum historischen Ringreiten
Ringreiten war ursprünglich ein Teil mittelalterlicher Ritterturniere und beliebte Unterhaltung für europäische Könige und Fürsten. Später kam das Ringreiten aus der Mode, aber als das Herzogspaar 1845 seine silberne Hochzeit feierte, wurde die Tradition wiederbelebt. Heute finden im Sommer in fast allen Städten in Südjütland Ringreiterfeste statt. Die Feiern beginnen im Juni in den kleineren Orten und kulminieren in den ersten Wochen im Juli mit vier Tagen Volksfest zuerst in Aabenraa und dann in Sønderborg. Auf der historischen Ringreiterbahn bei Schloss Sønderborg kann man im Juli und Anfang August das historische Ringreiten betrachten, wo Reiter in Mittelalterkostümen eine kleine kostenlose Vorführung geben.

Entwerfen Sie Ihre eigenen Kunstwerke in der Natur
Überall auf dem Gendarmenpfad können Sie Materialien finden, die sich für eigene Kunstwerke gebrauchen lassen – lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf…

Suchen Sie die Spuren eines 500 Millionen Jahre alten Wurms
Überall an den Stränden am Gendarmenpfad kann man Spuren der ersten Bewohner Dänemarks finden. Vor mehr als 500 Millionen Jahren gruben sich wurmartige Organismen in den Sand. Die Spuren dieser Würmer kann man immer noch auf den so genannten Skolithos-Sandsteinen sehen. Der Sand im Stein ist ehemaliger Meeresboden. Später wurden die Schichten des Meeresbodens unter kilometerdicken Sedimenten begraben und durch die darüber liegenden Schichten hoher Hitze und hohem Druck ausgesetzt. So wurde der Sand zu einem festen Stein zusammengedrückt. Die Spuren des Wurms sieht man als quer über die Schichten verlaufende senkrechte Striche.

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